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Seit 1998 wohnen wir in Köln-Niehl, wo wir uns mittlerweile recht wohlfühlen. Dass Niehl früher, bevor die Fordwerke hier entstanden, ein kleines Fischerdorf war, erkennt man heute noch an den schmalen Gassen mit den alten Häusern. Aber es gibt auch moderne Wohnviertel, ein paar gemütliche Kneipen und Restaurants und Geschäfte für den täglichen Bedarf.
Das meiste erledigen wir in Nippes. Einmal in der Woche fahren wir dort hin, um verschiedene Besorgungen miteinander zu verbinden. Dort ist unsere Bank, es gibt verschiedene Einzelhandelsgeschäfte und Supermärkte. Für Bekleidung oder Schuhe muss man auch nicht gleich in die Innenstadt, da findet sich im Kaufhof oder in den Fachgeschäften bzw. Filialisten auch reichlich Auswahl. In den Seitenstraßen gibt es eine gute Auswahl an türkischen Lebensmittelläden, außerdem findet hier der Wochenmarkt statt. Der ist recht bekannt, auch über Nippes hinaus und bietet nicht nur Obst, Gemüse, Fisch und Geflügel, sonder auch eine Vielfalt an Ständen mit Textilien, Schuhen, Haushaltsartikeln und vielem mehr. Nach dem Einkaufen gibt es reichlich Auswahl an Gaststätten und Cafés, so dass man dort einen Treffpunkt hat. Aber auch am Abend ist die Neusser Straße in Nippes für uns ein beliebtes Ziel. Sie ist mit der Linie 12 sehr gut erreichbar, bei schönem Wetter fahren wir auch gerne mit dem Roller. Besonders in den Seitenstraßen findet man nette Restaurants, bei schönem Wetter kann man auch draußen sitzen.
Köln ist eine Stadt der Kirchen und ihr Wahrzeichen ist der Dom. Sechs Millionen Besucher kommen jährlich, um ihn zu sehen, damit ist er die beliebteste Sehenswürdigkeit in Deutschland. Sein offizieller Name lautet Hohe Domkirche St. Peter und Maria und er gehört seit 1996 zum UNESCO Weltkulturerbe. Seine Geschichte geht bis ins 4. Jahrhundert zurück, schon damals stand an seiner Stelle ein christliches Sakralgebäude. Am 27. September 873 wurde der Alte Dom, der Vorgänger des heutigen Doms, geweiht. Nachdem im Jahre 1164 der Kölner Erzbischof Rainald von Dassel die Reliquien der Heiligen Drei Könige nach Köln brachte, wurde aus dem Dom eine der bedeutendsten Wallfahrtskirchen Europas. Deshalb entschied man sich zu einem Neubau im Stil der französischen Gotik. 1248 wurde von Erzbischof Konrad von Hochstaden der Grundstein des heutigen Doms gelegt. Der beeindruckt seine Besucher heute mit seinem 144 m langen Kirchenschiff, das zu den größten der Welt gehört. Auch die Türme imponieren mit ihrer Höhe von 157 m. In seinem Inneren ist der Dom reich an Kunstschätzen, dabei zählt der Dreikönigsschrein zu den prunkvollsten. An seiner Nordseite befindet sich die Domschatzkammer, ein 700 Jahre altes Gewölbe mit rund 200 Ausstellungsstücken. Zu den zwölf erhaltenen romanischen Kirchen der Stadt gehört Groß St. Martin. Dieses Gotteshaus bildet einen weiteren Blickfang im Stadtpanorama. Die dreischiffige Basilika wurde im 12. Jahrhundert erbaut. Mit ihrem mächtigen Vierungsturm bildet die Kirche heute ein Wahrzeichen der Altstadt. Die Basilika St. Ursula ist eine weitere bedeutende Kirche der Stadt. Sie ist besonders innen reich ausgestattet, sehenswert ist die Goldene Kammer mit ihren Reliqienbüsten. Am Neumarkt befindet sich die Kirche St. Aposteln, die ebenfalls zu den Prachtbauten romanischer Baukunst gehört. Direkt am Rhein steht die jüngste der romanischen Kirchen Kölns, die Basilika St. Kunibert. Sie stammt aus dem Jahre 1247 und zeigt bereits Anzeichen der Gotik. Die Kirche St. Severin wird auch der Dom der Südstadt genannt und zeigt mit ihrem Westturm ebenfalls deutlich gotische Einflüsse.
Neben den Kirchen ist die Stadt auch von ihren Museen geprägt. Die Vergangenheit der Domstadt lässt sich im Römisch-Germanischen Museum nachvollziehen, das zu den meistbesuchten Museen Deutschlands gehört. Das weltberühmte Dionysos-Mosaik gehört hier zu den Highlights, eben so wie das Grabmal des Poblicius. Das Museumsgebäude wurde 1974 erstellt und steht auf den Ruinen einer römischen Villa. Eine der bedeutendsten Gemäldegalerien Deutschlands ist dasWallraf-Richartz-Museum Den Besuchern wird dort eine umfangreiche Sammlung klassischer Kunst vom 13. bis zum 19. Jahrhundert gezeigt. Die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts ist im Museum Ludwig zu sehen. Es besitzt die drittgrößte Picassosammlung der Welt, aber auch wegen seiner größten Pop-Art-Sammlung außerhalb der USA ist es berühmt. Seit 1913 besteht das Museum für ostasiatische Kunst, das mit seinem japanischen Garten ruhig und beschaulich am Aachener Weiher liegt. Zu den Ausstellungsstücken gehören chinesische Möbel, japanische Kalligrafie, Lackarbeiten und Keramiken. Aber nicht nur Kulturfreunde, auch sportlich interessierte finden ihr Museum. Im Deutschen Sport- und Olympia-Museum werden Sport- und Spielgeräte, Urkunden, Medaillen und Fotos aus der Geschichte des Sports ausgestellt. Aktionsflächen laden zum Ausprobieren ein, dazu gibt es verschiedene Veranstaltungen und Multimedia-Inszenierungen. Ein "Muss" für alle Leckermäuler ist das Imhoff-Schokoladenmuseum. Hier kann man eine Reise durch die Geschichte der Schokolade machen. Es gibt auch einen Schokoladenbrunnen zum Probieren.
Zu den
neuesten Attraktionen Kölns gehört der Rheinauhafen.
Bei
schönem Wetter ist für uns ein ideales Ziel
für einen Spaziergang. Er existiert
zwar schon seit 1898, wurde aber in den letzten Jahren komplett
umgestaltet und
zeigt sich nun in einer gelungenen Mischung aus Alt und Neu. In den
alten
Gebäuden wie dem Kontor und dem Hafenamt entstanden Wohnungen
und Büros, hinzu
kamen neue, architektonisch faszinierende Bauwerke. Wir beginnen mit
unserem
Spaziergang durch den Rheinauhafen am Sportmuseum, von dort
verläuft die
Promenade am Rhein entlang. Zunächst einmal können
wir rechterhand das neue
Microsoft-Gebäude bestaunen. Dann gehen wir an den ehemaligen
Lagerhallen
entlang, die nun als moderne Wohn- und
Geschäftshäuser genutzt werden. Kurz
danach gelangen wir zu den Highlights des Rheinauhafens, den
Kranhäusern. Die
drei Gebäude sind – wie der Name schon
verrät – der typischen Kranform
nachempfunden und beeindrucken mit ihrer
außergewöhnlichen Architektur. Der
gesamte Rheinauhafen wird durch Plätze zwischen den
Gebäuden sehr schön
aufgelockert. So konnten wir am Harry-Blum-Platz einen Blick auf das
ehemalige
Hafenamt werfen, das wunderbar saniert wurde und heute Platz bietet
für die HGK
Häfen und Güterverkehr Köln AG. Der Weg
führt uns entlang an schicken
Wohngebäuden, in denen sich im unteren Bereich Restaurants
befinden. Dort lässt
es ich sicherlich schön wohnen mit Blick auf den Rhein! Hinter
dem Elisabeth-Treskow-Platz
können wir das wunderschöne
denkmalgeschützte Kontorgebäude betrachten, danach
spazieren wir am sogenannten Siebengebirge vorbei. Dabei handelt es
sich nicht
um eine Berglandschaft, sondern um die ehemaligen
Speicherhäuser des
Rheinauhafens. Die markanten Giebelhäuser enthalten auf ihren
unteren Ebenen
Gewerbebetriebe und in den oberen Geschossen sind modernste Wohnungen
untergebracht.
Schließlich erreichen wir das Kap am Südkai und
somit das südliche Ende des
Rheinauhafens. Dort können wir neben der faszinierenden
Architektur auch noch
einen alten Ladekran bewundern. Dieser Mix zwischen Alt und Modern ist
einfach
beeindruckend!
Der Rückweg ist nicht minder reizvoll, er führt uns zwischen der Rückseite der Gebäude und der Rheinuferstraße hindurch. Wir sehen einige Gebäude wie das Kontor 19, die wir von der Promenade aus nicht erblicken konnten. Das moderne Bauwerk liegt zwischen dem Bayenturm und dem historischen Hafenamt und bietet einen faszinierenden Kontrast. Am Yachthafen beeindrucken uns weitere moderne Gebäude wie das Bürohaus Pier 15. Im Kunsthaus Rhenania, in dem früher Getreide gelagert wurde, arbeiten heute 50 Künstler aus verschiedenen Ländern in den Bereichen Malerei, Musik, Literatur, Fotografie, Theater und Tanz. Das Gebäude verfügt über Veranstaltungsräume und eine Halle für Konzerte, Ausstellungen und andere Events.Unser Rundgang ist somit beendet und wir hatten das neue Highlight Kölns ausführlich bestaunen können. Der Rheinauhafen entwickelt sich immer mehr zu einem Treffpunkt und Veranstaltungsort. Die gastronomischen Betriebe bieten Events wie beispielsweise ein Muschelfest. Im Kunsthaus Rhenania öffnen die Künstler ihre Ateliers und auch literarische Veranstaltungen werden im Rheinauhafen geboten. Er ist also nicht nur für Menschen, die sich für Architektur interessieren, ein lohnendes Ziel. Die vielen unterschiedlichen Einrichtungen und Veranstaltungen zeigen eine bunte Palette, von kulinarischen Genüssen bis hin zur Büchermeile. Selbst unterirdisch kann der Rheinauhafen mit Superlativen aufwarten. Er besitzt nämlich die größte Tiefgarage Europas, sie ist 1.600 m lang und verfügt über 31 Aufgänge. Weltweit gibt es wohl nur in New York eine größere.
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