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Sri Lanka

Sri Lanka heißt strahlend schönes Land und wird auch Perle im Indischen Ozean genannt. Der Inselstaat liegt vor der Südküste Indiens und ist mit 64.740 qkm etwa so groß wie Bayern. Urlauber sind fasziniert von der tropischen Vegetation, den historischen Stätten und Tempeln. In der Hauptstadt Colombo befindet sich der internationale Flughafen, der von Deutschland aus von verschiedenen Fluggesellschaften angeflogen wird.Sri Lanka ist die Heimat verschiedener Kulturen, den Tamilen, Singhalesen, Burgher und Moors sind nur einige. Von den rund 18 Millionen Einwohnern sind 74 Prozent Singhalesen, die zweitgrößte Gruppe stellen die Tamilen mit 18 Prozent, 6 % sind Muslime und 1 % andere ethnische Gruppen. Die Wurzeln der Singhalesen reichen über viele tausend Jahre bis nach Nordindien zurück. Ihre traditionelle Religion ist der Buddhismus. Die Tamilen hingegen stammen aus Südindien und sind größtenteils Anhänger des Hinduismus. Die Landessprachen sind Singhalesisch und Tamilisch, aber auch Englisch ist weit verbreitet und findet als Zweitsprache Verwendung. Der höchste Berg Sri Lankas ist der Pidurutalagala mit seinen 2.524 m und befindet sich im zentralen Hochland. Hier finden wir auch die berühmten Teeanbaugebiete und eine der landschaftlich schönsten Regionen der Insel. Ein weiteres Highlight sind die Strände, die sich auf einer Küste von insgesamt 1.340 km verteilen. Es sind überwiegend Sandstrände, die vielfach mit Palmen gesäumt sind. Hinzu kommen grüne Ebenen, tropische Wälder und eine reiche Tierwelt. Hier leben verschiedenen Affenarten, Krokodile, Riesenschlangen, Warane, Wildschweine, sowie wilde Asiatische Elefanten und Leoparden.

         

Die Insel bietet eine Fülle an historischen und religiösen Stätten. Deshalb hatten wir uns im Frühjahr 1999 zu einer Rundreise entschieden. Zunächst wollten wir ein paar Strandtage in der Nähe von Colombo einlegen, um uns an das Klima zu gewöhnen. Dann ging es los! Es war eine organisierte Tour mit einem einheimischen Reiseführer, der sehr gut deutsch sprach. Außer uns war noch ein junges Pärchem mit dabei, so dass die Reise mit nur vier Teilnehmern einen sehr individuellen Charakter hatte.

Zu den Höhepunkten einer Sri Lanka-Reise gehören die Königsstädte. Die älteste heißt Anuradhapura, hier residierten von 437 vor Chr. bis 781 nach Chr. 119 singhalesische Könige. Anuradhapura zählt seit 1982 zum UNESCO-Welterbe und war der Auftakt unserer Rundreise. Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten gehört die Ruvanveli Dagoba, eine der ältesten Dagobas des Landes. Die Basis ist mit zahlreichen Elefantenköpfen verziert.

         

Außerdem gibt es eine Statue des Königs Dutugemunu, der um 140 v. Chr. mit dem Bau begonnen hatte, zu sehen. Die älsteste Dagoba Sri Lankas ist die Dagoba Thuparama, sie wurde im Jahre 307 vor Chr. von König Devanampiya erbaut. Ratnaprasada bedeutet Edelsteinpalast und war ein Geschenk des Königs an den Abt der Abhayagiri Dagoba. Das mit 120 m höchste Bauwerk der Anlage ist die Jetavanarama Stupa. Sie stammt aus dem 3. Jahrhundert nach Chr. und wurde von König Mahensa erbaut. Das Ziel vieler Pilger ist der Sri Mahabodhi, er gilt als Ableger des Baumes, unter dem Buddha die Erleuchtung fand. 

                                                      

Auch die Anlage der Königsstadt Polonnaruwa gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist eine der touristischen Attraktionen der Insel. Hauptstadt wurde sie durch König Vijayabāhu I., der von 1055-1110 regierte. Hier konnten wir die Meisterwerke der singhalesischen Bildhauerkunst betrachten. Gal Viharaya ist eine Gruppe von Buddha-Statue, die bis zu 14 m groß sind und aus dem Felsen herausgehauen worden sind. Die liegende Figur zeigt den sterbenden Buddha bei seinem Eingang ins Nirwana. Der Kopf ist von der rechten Hand gestützt und ruht auf einem runden Kissen. Jedes Detail der Statue ist kunstvoll gearbeitet, der Anblick wirkt entspannt und harmonisch. Neben dem Kopf ist eine zweite Figur zu sehen, der stehende Buddha mit verschränkten Armen. Außerdem gibt es noch zwei sitzende meditierende Buddhas zu sehen. Im archäologischen Park waren fast nur noch Ruinen zu sehen, es gehörte ein wenig Fantasie dazu, sich die alte Pracht vorzustellen. Die Ruine des Königspalastes, der über 1000 Räumen auf sieben Stockwerken verfügte, zeigt heute nur noch Grundrisse. Der große Audienzsaal im Erdgeschoss ist noch erhalten geblieben

         

Zu den bedeutendsten Städten Sri Lankas gehört Kandy, die Hauptstadt des letzten singhalesischen Königreiches. Sie bildet das buddhistische Zentrum von Sri Lanka, in der Stadt befindet sich der Zahntempel, in dem ein Zahn von Buddha aufbewahrt wird. Dies ist eine der wichtigsten Pilgerstätten des Buddhismus. Einmal jährlich findet ein Fest statt, bei dem der Zahn in einer feierlichen Prozession auf einem Elefanten durch die Straßen getragen wird. Hierbei handelt es sich um die wichtigste religiöse Festlichkeit Sri Lankas. Eine landschaftliche Schönheit ist der Milchsee, der malerisch im Zentrum der Stadt liegt. In der Nähe von Kandy konnten wir auch noch den botanischen Garten Peradeniya zu besichtigen. Hier wachsen auf einer Fläche von 60 Hektar mehr als 4000 Pflanzen aus aller Welt. Zu bewundern gibt es neben Palmenalleen, riesigen Bambushainen, duftenden Kräutergärten und Lotosteichen auch ein Orchideenhaus. Außerdem ist der Park die Heimat vieler Fledermäuse.

         

Das Elefantenwaisenhaus von Pinnawela ist auch nur wenige Kilometer von Kandy entfernt und war für uns ein besonders schönes Erlebnis. Wir erfahren, dass hier kranke oder verwaiste Tiere aufgenommen und sie gepflegt und betreut werden. Der tägliche Höhepunkt für Elefanten und Besucher ist das Bad. Die Tiere werden von ihren Betreuern aus dem Waisenhaus herausgeführt und durch das Dorf bis zum Fluss gebracht. Dann geht es ab ins Wasser, die Elefanten genießen ihr Badefest und den Touristen bieten sich schöne Fotomotive. Es war ein ganz besonderes Erlebnis, die Riesen einmal so aus der Nähe zu sehen. 

         

         

Auch die Felsen von Sigiriya gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der beeindruckende mächtige 200 m hohe Monolith befindet sich inmitten einer wunderschönen Landschaft von Reisfeldern und Seen. König Kassapa hatte hier seinen Palast vor etwa 1500 Jahren erbauen lassen. Die Überreste stellen heute eine touristische Attraktion dar, deren Hauptanziehungspunkt die Wolkenmädchen sind. Wer sie sehen will, muss allerdings schwindelfrei sein, deshalb haben wir ihn uns nur aus der Ferne angeschaut.

         

Sri Lanka bietet nicht nur Kulturfreunden lohnende Ziele, es gibt auch eine Fülle an landschaftlichen Höhepunkten. Das Hochland von Nuwara Eliya mit seinen Teeplantagen, Wasserfällen und seiner Dschungelvegetation. Die Fahrt ins Hochland führt durch kleine Dörfer und wir konnten die Teepflückerinnen bei ihrer Arbeit beobachten. Die Stadt Nuwara Eliya ist die höchstgelegenste der Insel auf etwa 2000 m Höhe. Die Temperaturen sind hier deutlich niedriger als an der Küste. In dieser Stadt fühlten wir uns in die britische Kolonialzeit versetzt. Dafür sorgen neben den gut erhaltenen traditionellen Gebäuden auch die Pferderennbahn und der Golfplatz – alles ist hier very british. Auch das stilvoll eingerichtete Hotel St. Andrews vermittelt dieses Flair. 

         
Auch die schönste Rundreise hat einmal ihr Ende, aber wir haben uns für die letzte Urlaubswoche noch ein besonderes Highlight aufgehoben. Es ging auf die Malediven !